Eine Rasenkante ist die perfekte Lösung, um den Pflegeaufwand im Garten zu reduzieren. Rasen breitet sich aus. Durch eine Rasenkante kann man Wildwuchs verhindern und einen schönen Kontrast zwischen Beet und Rasenfläche schaffen.
Ob nun Gemüsepflanzen und Kräuter im Garten gezogen werden oder ein Blumenmeer die Augen erfreut, meist gibt es auch eine Rasenfläche. Diese muss natürlich ebenfalls regelmäßig gepflegt werden. Insbesondere, da Rasen schnell wächst und sich gern in jede Richtung ausbreitet. Damit Blumen-, Kräuter- und Gemüsebeete nicht vom Rasen verschluckt werden, schafft eine Rasenkante zuverlässig Abhilfe.
Welche Möglichkeiten es dafür gibt, erfährst du in diesem Ratgeber.
So erobert der Rasen die Beete nicht
So schön ein Rasen auch ist – lästig und unansehnlich wird es, wenn die Grashalme dorthin wuchern, wo sie nicht sein sollen. Zum Glück gibt es ein paar Tricks, um den Rasen in seine Schranken zu weisen. Mit diesen bleibt den Beeten und Wegen fern.
Da sich jeder Gartenstil und jedes Budget unterscheidet, gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine klare und pflegeleichte Rasenkante zu gestalten.
Die englische Rasenkante
Wer Wert auf einen sehr natürlichen Gartenlook legt, wählt die sogenannte englische Rasenkante. Hier wird ein schmaler Streifen Rasen mithilfe eines Rasenkantenabstechers* (Amazon) entlang von Beet oder Weg abgestochen und entfernt.
Dieser Arbeitsschritt ist während der Wachstumsperiode ab Frühjahr bis in den Herbst hinein regelmäßig, etwa alle vier bis sechs Wochen zu wiederholen, um dem Rasenwuchs Einhalt zu gebieten. Alternativ kann hierfür auch eine Motorsense mit Benzin-Antrieb verwendet werden, mit der die Rasenkante effizient in Form gebracht werden kann.
Rasenkantsteine, Natur- oder Pflastersteine
Möchtest du noch weniger Arbeit mit der Rasenkante haben, dann setzt du am besten eine Beeteinfassung aus Stein. Entlang der Beete werden Pflaster- oder Natursteine eng aneinandergereiht in das Erdreich eingelassen. Der Rasen hat keine Chance, über diese Abgrenzung hinaus weiterzuwachsen.
Bei Natursteinen oder unregelmäßig geformten Steinen kann es natürlich passieren, dass sich einzelne Grashalme in die Zwischenräume mogeln. Entfernt ist dieser unerwünschte Wildwuchs allerdings schnell. Statt Pflaster- oder Natursteine kannst du hierfür natürlich auch jede andere Steinsorte wählen. Hauptsache, sie fügt sich optisch gut in deinen Garten ein, damit die Rasenkante nicht nur funktional, sondern auch dekorativ ist.
Auch Randsteine können als Rasenkante genutzt werden. Sie müssen aber relativ tief eingegraben werden.
Rasenkanten aus Metall, Kunststoff oder Gummi
Sehr beliebt sind mittlerweile Rasenkanten aus Metall, Kunststoff oder Gummi. Vorteil dieser Art der Beeteinfassung ist, dass sie sehr dünn ist, optisch kaum auffällt, aber dennoch eine große Wirkung hat.
Die sehr dünnen Profile bilden eine für den Rasen unüberwindbare Grenze und lassen sich recht schnell verlegen. Hinzu kommt, dass diese Beetbegrenzungen flexibel sind. Es ist also irrelevant, ob man eine gerade Rasenkante wünscht oder diese geschwungen gestalten möchte.
Besonders einfach lassen sich metallene Grenzprofile verankern. Erdarbeiten sind dabei nicht notwendig, die Profile werden nämlich lediglich mithilfe eines Kunststoffhammers in den Boden getrieben – vorsichtig, damit sich die Oberkante nicht verbiegt.
Rasenkanten aus Holz
Etwas pflegeaufwändiger, aber perfekt für einen rustikalen, natürlichen Look im Garten: die Rasenkante aus Holz. Diese Beeteinfassung ist eine Art Miniaturzaun, der im Boden verankert wird und so das Ausbreiten des Rasens in Beete oder Wege verhindert.
Dazu muss dort, wo sich die Kante befinden soll, zunächst ein schmaler Graben ausgehoben werden. Bei der Gestaltung der Holzbegrenzung sind der Kreativität dann kaum Grenzen gesetzt. Verwende dazu dünne Holzlatten oder ganze Holzklötze und stelle diese eng nebeneinander. Auch eine Begrenzung aus geflochtenen Weidenästen ist äußerst dekorativ.