Bodenanalyse für Rasen und Pflanzen im eigenen Garten

Die Pflanzen im eigenen Garten oder in der Landschaft können nur dann gut wachsen und gute Erträge erzielen, wenn sie mit den nötigen Nährstoffen versorgt werden und auf dem richtigen Boden wachsen.

Stimmt irgendetwas mit den Pflanzen oder dem Rasen nicht, dann sollte man eine Bodenanalyse im Labor durchführen lassen und schauen, was den Pflanzen fehlt.

Weiß man, was den Pflanzen fehlt, kann man diese gezielt behandeln. Nur so wird der Rasen perfekt und die Pflanzen tragen viele Früchte.

Warum eine Bodenanalyse machen?

Wenn irgendetwas mit den Pflanzen oder dem Rasen nicht stimmt, greifen viele Gärtner gleich zu Dünger. Aber warum sollte man gerade das nicht tun?

Düngemittel enthalten vor allem Phosphate. Phosphate helfen den Pflanzen dabei, schneller in die Höhe zu schießen. Allerdings ist zu viel davon ein großer Nachteil. Dadurch können die Pflanzen sogar krank werden. Es reicht schon, dass viele Bauern ihre Felder viel zu stark mit Phosphaten überdüngen.

Tue etwas Gutes für die Umwelt und deinen Garten, indem du nicht sofort düngst. Eine Bodenanalyse kann dir dabei helfen, genau herauszufinden, was deinen Pflanzen oder deinem Rasen fehlt. Oft fehlen nur bestimmte Nährstoffe. So kannst du die Erde gezielt behandeln.

Bei einer Bodenanalyse wird genau ermittelt, welche Nährstoffe im Boden fehlen. Anschließend bekommt man eine Düngeempfehlung und kann die Erde so gezielt düngen und dabei noch Geld sparen.

Tatsache ist, dass die meisten Gärten zu viel Phosphor enthalten. Das liegt daran, dass viele Gärtner den Garten völlig überdüngen. Das schadet auch den Pflanzen auf Dauer.

Wie funktioniert eine Bodenanalyse?

Eine Bodenanalyse funktioniert relativ einfach. Dazu wird eine Erdprobe entnommen und an ein Labor geschickt. Dort wird ermittelt, wie die Nährstoffzusammensetzung der Erde aussieht.

Mit diesem Wissen kann man den Boden dann gezielt düngen und die Bodenbeschaffenheit für Pflanzen und Rasen verbessern. Im Labor werden außerdem noch weitere Werte ermittelt, die für die Pflanzen wichtig sind.

Bodenanalyse

Bodenanalyse: Was kann man alles testen?

Es gibt 3 Arten von Bodenanalysen. Man kann die Erde auf

  • Schadstoffe
  • Nährstoffe für perfekten Rasen
  • und Nährstoffe für Nutzpflanzen (Obst und Gemüse) testen lassen.

Bei der Nährstoffuntersuchung werden aber auch weitere Werte wie der pH-Wert ermittelt. Was genau ermittelt wird, erfährst du weiter unten.

Alternativ kann man auch ein Bodenanalyse-Set kaufen, wo Schadstoffe und Nährstoffe zusammen ermittelt werden. Aber welche Methode die richtige für mich?

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Bodenanalyse für perfekten Rasen

Rasen

Der Rasen wächst nicht so, wie er es soll? Moos, Klee oder Unkraut weisen darauf hin, dass etwas mit dem Rasen nicht stimmt. Auch bei gelben Flecken oder schlechtem Wachstum des Rasens sollte man Maßnahmen ergreifen.

Eine Bodenanalyse für Rasen ist hier genau das richtige. Es wird genau analysiert, was dem Boden fehlt. Mit dem richtigen Dünger bekommt der Rasen endlich die Nährstoffe, die ihm noch gefehlt haben. Der Empfehlung für den richtigen Dünger bekommt man natürlich vom Labor.

Für perfekten Rasen sind vor allem Phosphor, Kalium und Stickstoff wichtig. Diese Nährstoffanteile werden im Labor untersucht. Auch der pH-Wert wird ermittelt, da er ebenfalls wichtig für einen schönen Rasen ist.

Wer auch Obst und Gemüse anpflanzen möchte, der sollte eine umfangreichere Analyse machen, bei dem noch weitere Nährstoffe ermittelt werden.

Nährstoffe im Boden messen

Viele Pflanzen benötigen die richtigen Nährstoffe, um zu gedeihen. Stimmt das Verhältnis nicht, wachsen die Pflanzen nicht richtig. Die Früchte sehen zu klein oder verkümmert aus. Die Pflanzen (beispielsweise Tomaten) erreichen nur eine geringe Höhe uns sehen kränklich aus.

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Wichtig ist, nicht sofort zu düngen, da man ja nicht weiß, was der Pflanze überhaupt fehlt. Zuerst sollte man herausfinden, welche Nährstoffe im Boden fehlen. Das geht am besten mit einer Bodenprobe, die anschließend ins Labor geschickt und dort untersucht wird.

Was wird im Labor gemessen?

  • Bodenart: Die Bodenart wird ermittelt. Der Boden kann sandig, lehmig oder tonig sein. Jede Pflanze liebt eine andere Bodenbeschaffenheit. Wenn die Pflanzen also nicht so wachsen, wie sie es sollen, könnte es an der Bodenart liegen.
  • pH-Wert: Oft reicht der ph-Wert aus, um zu bestimmen, wieso etwas nicht wächst (vor allem beim Rasen). Außerdem ist der pH-Wert abhängig von der Bodenart. Den pH-Wert kann man für kleines Geld auch selbst ermitteln: So kannst du den pH-Wert im Boden messen.
  • Calcium: Calcium ist wichtig für den Boden. Es beeinflusst den pH-Wert der Erde und kann bei Mangel zu Blütenenddfäule führen.
  • Phosphor: Wichtig für das Pflanzenwachstum. Allerdings sind die meisten Gärten mit Phosphor überdüngt. Ein Mangel ist selten.
  • Kalium: Ist wichtig für das Pflanzenwachstum. Zu viel davon verhindert die Aufnahme von Calcium und Magnesium. Auch hier ist ein Mangel nur selten.
  • Magnesium: Hat Einfluss auf Ertrag und Wachstum der Früchte. Bei einem Mangel sind die Spitzen der Blätter oft bräunlich verwelkt und die Ränder sehr hell verfärbt.
  • Eisen: Eisen ist wichtig, damit die Pflanze Kohlenhydrate und Eiweiße bilden kann. Ein Mangel ist sehr selten und kann durch zu viel Calcium entstehen (zum Beispiel durch Rasen kalken).
  • Bor: wichtiger Nährstoff für die Pflanzen. Ein Mangel ist sehr selten.
  • Molybdän: wichtig für das Wachstum der Pflanzen.
  • Mangan
  • Humusanteil
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Schadstoffe im Boden messen

Wer Obst und Gemüse im eigenen Garten anbaut, kann den Boden auf Schadstoffe untersuchen. Zu den Schadstoffen gehören Schwermetalle und andere Schadstoffe wie:

  • Blei (giftig)
  • Quecksilber (giftig)
  • Cadmium (giftig)
  • Nickel (giftig)
  • Zink (in der richtigen Menge wichtig für das Pflanzenwachstum)
  • Kupfer (in der richtigen Menge wichtig für die Pflanzen)
  • Chrom (in geringen Mengen nützlich für den Körper)

Schadstoffe hindern nicht nur das Wachstum der Pflanzen, sondern können auch durch den Verzehr der Früchte vom Körper aufgenommen werden. Das kann natürlich gesundheitliche Folgen haben.

Bei der Schadstoffuntersuchung wird der Boden ausschließlich auf Schadstoffe untersucht. Eine Schadstoffuntersuchung sollte man machen, wenn Verdacht besteht, dass die Erde belastet ist. Zum Beispiel dann, wenn man neben einem Industriegebiet wohnt und die Pflanzen nicht richtig wachsen! In Industriegebieten ist die Gefahr höher, dass die Erde mit Schadstoffen belastet ist.
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Bodenprobe entnehmen

Es gibt 2 Möglichkeiten, eine Bodenprobe zu entnehmen:

  • Bodenprobe mit einem Spaten entnehmen
  • Bodenprobe mit einem Bohrstock entnehmen

Wichtig ist, die Erdprobe richtig zu entnehmen. Dabei sollte sich die Tiefe der Erdentnahme danach richten, was man anpflanzen möchte, weil die Wurzeln unterschiedlich tief reichen. So tief muss die Erdprobe entnommen werden:

  • 10 cm tief, wenn man nur an einem schönen Rasen interessiert ist.
  • Für alle anderen Pflanzen und Gemüse sollte man die Erdprobe bis zu einer Tiefe von 30 cm entnehmen.

Bodenprobe

Bodenprobe mit einem Spaten entnehmen

Wichtig bei der Bodenprobe ist, dass man eine Mischprobe ins Labor schickt. Das heißt, dass die Erde von mehreren Stellen im Garten entnommen und anschließend gut vermischt wird. Von dieser Mischprobe werden dann etwa 500 g Erde ins Labor geschickt.

Bodenanalyse

  • Zuerst schaufelst du mit einem Spaten ein Loch (Bild ganz links).
  • Erst danach machst du einen weiteren Spatenstich. Dabei muss die Erde von unten bis oben entnommen werden. Dann schabst du die Erde mit einem Esslöffel von unten nach oben ab (nicht zu wenig). Die Erde muss von allen Erdschichten entnommen werden (Bild in der Mitte). Alternativ kann man auch von beiden Rändern so viel Erde weg schneiden, bis nur noch ein dünner Streifen übrig bleibt.
  • Die entnommene Erde kommt dann in einen Eimer. Dort wird die Erde der verschiedenen Erdproben gut vermischt (Mischprobe).
  • Danach werden etwa 500 g Erde aus dem Eimer in einen Gefrierbeutel gesteckt, verpackt und an das Labor geschickt.

Bodenprobe mit einem Bohrstock nehmen

Bodengutachten, Erdprobe

Ein Bohrstock eignet sich hervorragend dafür, um Erdproben zu entnehmen. Allerdings lohnt es sich für Hobbygärtner nicht. Der Preis dafür ist zu hoch und eine Bodenanalyse wird nur selten durchgeführt.

Anders sieht es im Landschaftsbau oder auf Obstplantagen aus. Hier müssen viel mehr Erdproben entnommen werden. Mit einem Spaten würde das viel zu lange dauern.

Wann sollte man eine Bodenanalyse machen?

Optimal macht man die Bodenanalyse im Herbst, nachdem die meisten Früchte geerntet wurden. Im Frühjahr ist das Problem, dass man mit 3 Wochen rechnen muss, bis die Ergebnisse kommen.

Außerdem kann man im Herbst in Ruhe planen, mit welchem Dünger man im nächsten Frühjahr die Erde düngt.

Was kostet eine Bodenanalyse?

Eine Bodenanalyse kostet zwischen 30 und 90 Euro. Beim Rasen müssen weniger Nährstoffe ermittelt werden, als bei der Bodenanalyse für Nutzpflanzen. Daher sind diese Analysen meistens günstiger.

Teurer wird es dann, wenn man sich für ein Bodenanalyse-Set entscheidet. Bei diesem Set werden nicht nur die Nährstoffe gemessen, sondern auch die Schadstoffe in der Erde ermittelt. Hier liegen die kosten bei etwa 80 – 95 Euro.

Erik Jeske

Erik Jeske

Ich liebe die Natur, die Pflanzen, die Bienen und vor allem meinen schönen Garten. Besonders gerne habe ich jedoch meine kleine Hühnerschar. Auf dieser Seite zeige ich dir nicht nur, wie du Gemüse und Kräuter richtig anpflanzt. Ich teste auch verschiedene Garten- und Küchengeräte und stelle die Besten davon hier vor.

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