Algenkalk Buchsbaum
Schädlinge

Algenkalk Pulver Anwendung: Das perfekte Düngemittel

Hergestellt wird Algenkalk aus Rotalgen. Daher kommt auch der Name „Algen“- kalk. Und ja, selbstverständlich enthalten Rotalgen hohe Mengen an Kalzium!

Deshalb stellt man daraus auch das effiziente Algenkalk her, welches gerne zur Vorbeugung gegen Buchsbaumzünslern oder als Dünger eingesetzt wird.

Außerdem kann man Algenkalk für verschiedene andere Dinge einsetzen. Alle Informationen findest du auf dieser Seite.

Buchsbaumzünsler mit Algenkalk bekämpfen

Wie ich in einem anderen Artikel bereits beschrieben habe ist Algenkalk gegen Buchsbaumzünsler sehr effektiv.

Mit Algenkalk hat man auf jeden Fall gute Chancen, die Verbreitung der unbeliebten Raupen zu verhindern.

Allerdings ist es zu spät, wenn sich die Raupen bereits verbreitet haben, dann musst du zu einem anderen Mittel gegen Buchsbaumzünsler greifen.

In der heutigen Zeit ist es deshalb besonders sinnvoll, Algenkalk im Frühling einzusetzen, bevor sich die Buchsbaumzünsler verbreiten können.

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Wenn du also verhindern möchtest, dass die Raupen deine Buchsbäume kahl fressen, dann solltest du die Buchsbäume Ende April zum ersten Mal mit Algenkalk besprühen. Allerdings bekommt die Pflanze durch ständiges Bestäuben wenig Sonne ab. Das kann dazu führen, dass die Fotosynthese der Pflanze gestört wird.

Mittel gegen die Bekämpfung von Schädlingen ist nur bei zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erlaubt. Algenkalk darf nicht zur Bekämpfung, sondern nur zur Vorbeugung gegen Befall eingesetzt werden, da es sonst gegen das Pflanzenschutzgesetz verstößt.

Algenkalk Pulver: Anwendung beim Buchsbaum

Um Algenkalk bei Buchsbäumen richtig anzuwenden, sollte man Pulver und kein Granulat verwenden. Granulat verwendet man nur als Dünger, welcher in die Erde eingearbeitet wird.

Die Anwendung von Algenkalk ist ziemlich einfach:

  • Das Pulver wird in ein Pulverzerstäuber oder mit Wasser vermischt in ein Drucksprühgerät gefüllt.
  • Dann wird das Pulver mit hohem Druck aus der Düse gedrückt und kann so wie ein Sprühnebel auf dem Buchsbaum verteilt werden.

Man kann das Algenkalkpulver natürlich aber auch von Hand ausstreuen. Nach einem Befall mit Schädlingen ist es aber wichtig, dass das Pulver auch die inneren Blätter des Buchsbaumes erreicht. Das geht nur mit einem Drucksprühgerät.

Algenkalk – wie oft anwenden?

Buchsbaumzünsler können bis zu 3 Generationen pro Jahr hervorbringen. Dieses Jahr habe ich sogar erfahren, dass sie an manchen Orten bis zu 4 Mal Eier gelegt haben.

Alle 2 bis 3 Monate sollen die Raupen neue Eier legen können. Ende April (Frühlingsanfang) sollte man die Buchsbäume zum ersten Mal mit Algenkalk bestreuen, weil kurz danach die ersten Raupen auftauchen.

Man kann Algenkalk also alle 2 Monate anwenden. Bei Regen oder starkem Wind wird der Kalk aber weggespült oder geweht. Ist dies der Fall, können die Raupen schnell wieder auftauchen.

Man sollte die Bäume genau beobachten und nach Gefühl oder regelmäßig streuen. Exakte Daten kann man leider nicht angeben.

Algenkalk als Dünger?

Algenkalk eignet sich hervorragend als Dünger. Natürlich gibt es auch andere Düngemittel mit Kalzium. Mit einem Calciumcarbonat-Anteil von 80 Prozent liegt Algenkalk aber höher, als bei anderen Düngemitteln.

Der Kalk ist rein ökologisch. Es ist völlig unbedenklich und kann problemlos als Düngemittel eingesetzt werden.

Bei Böden kann es zu einem Kalziummangel kommen. Da Kalzium ein basisches Element ist, wird die Erde durch einen Mangel an Kalzium sauer. Und auf zu saurer Erde kann nichts mehr richtig wachsen.

Man setzt Kalzium also nur deshalb ein, um die Erde basischer zu machen. Aber auch, damit die Pflanzen das Kalzium aufnehmen können. Denn wie der Mensch, benötigen auch Pflanzen Kalzium, um zu wachsen.

Gerade aus diesem Grund ist Algenkalk das perfekte Düngemittel.

Auch die Bodenqualität kann dadurch deutlich verbessert werden. Die Erde sollte im Normalfall einen pH-Wert zwischen 5 – 7 aufweisen. Gehen Nährstoffe wie Kalk verloren, wird der Boden langsam sauer.

Die meisten Pflanzen brauchen aber einen pH-Wert zwischen 5 und 7. Nur so können sie wachsen. Schaue dir dazu die Liste mit den optimalen pH-Werten für verschiedene Pflanzen an.

Algenkalk enthält außerdem auch andere Nährstoffe wie Magnesium und Jod, die für einen guten Boden sehr wichtig sind.

Algenkalk enthält deshalb Jod, weil Algenkalk aus der Rotalge hergestellt wird. Diese kommt aus dem Meer. Wer mit Algenkalk düngt, sorgt auch dafür, dass die Pflanze genügend Jod aufnehmen kann. Das wiederum ist für Menschen in Jodmangelgebieten gut, da gerade die Böden in Deutschland wenig Jod enthalten.

Ist mein Boden sauer?

Bevor man Algenkalk als Dünger verwendet, sollte man zuerst testen, ob der Boden überhaupt sauer ist. Denn man kann den Boden auch überdosieren. Wenn man zu viel Kalzium in den Boden einarbeitet und er dann zu basisch wird, dann können die Pflanzen ebenfalls nicht optimal wachsen.

Um den pH-Wert der Erde zu bestimmen, kannst du ein einfaches pH-Wert-Messgerät oder pH-Wert Messstreifen benutzen.

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So ein Messgerät ist aber nicht immer erforderlich. Viele Pflanzen weisen auf einen Kalziummangel hin, weil sich ihre Blätter stark verfärben. Sie können von dunklem Grün zu ganz hellem Grün wechseln. Bei anderen Pflanzen werden die Blätter sehr dunkel und bei Gemüsesorten wie Paprika und Tomaten verfärben sich diese vorne schwarz (Fäule).

Hier sind einige pH-Standardwerte für verschiedene Böden:

  • Lehmboden: pH 6,5 – 7
  • Sandboden: pH 5,5
  • Gräser: 5,5 – 6,5

Jeder Boden hat also seinen eigenen pH-Wert. Sandböden haben grundsätzlich einen niedrigeren pH-Wert als lehmige Erde. Sollte man also auf die Idee kommen, Rosen oder Tomaten auf sehr sandigem Boden zu Pflanzen, wird das Gemüse  wahrscheinlich nicht richtig wachsen.

Hier bringt es dann auch nichts, den Boden ständig mit Algenkalk zu düngen.

Suche deshalb immer zuerst die richtige Erde für deine Pflanze aus, dann kommt es meistens gar nicht erst zu einem Kalziummangel. Wenn doch, dann kannst du zusätzlich Kalk in den Boden einarbeiten.

Sowohl Algenkalk Granulat als auch Kalk (Calciumcarbonat) eignen sich zum Düngen des Bodens.

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Algenkalk für Rosen

Was Rosen lieben, ist ein salzarmer Boden, der basisch bis leicht säuerlich ist.

Allerdings haben Standard Rasen einen pH-Wert von etwa 5,5 – 6,5. Für Rosen sollte der pH-Wert des Bodens allerdings einen pH-Wert von 5,5 – 7 haben.

Algenkalk für Rosen einzusetzen ist nur dann sinnvoll, wenn der Boden nicht zu sauer ist und sich die Rosen nicht mehr wohlfühlen.

Allerdings muss es nicht unbedingt Kalk sein. Man kann man den pH-Wert für Rosen auch auf eine andere Art und Weise erhöhen. Allerdings kann man Kalk einsetzen, wenn man ihn sowieso schon zu Hause hat.

Der Kalk kann leicht in den Boden hineingearbeitet werden. Nimm aber nicht zu viel davon.

Solltest du ein pH-Wert Messgerät besitzen, kannst du damit den pH-Wert des Bodens nach dem Einsatz von Kalk messen.

Klappt es immer noch nicht und wollen die Rosen nicht gedeihen, dann liegt es nicht unbedingt Kalziummangel.

Algenkalk für Tomaten, Paprika und Zucchini

Kalziummangel bei Tomaten kommt in der Regel selten vor. Sollte es dennoch vorkommen, kann man Algenkalk auch bei Tomaten und Zucchinis einsetzen.

Beginnen sich die Tomaten vorne an der Spitze schwarz zu färben? Dann liegt es wahrscheinlich daran, dass sie einen Kalziummangel haben. Man nennt diese Krankheit auch „Blütenendfäule“.

Auch Paprikas und Zucchinis können davon betroffen sein.

Wenn dies der Fall ist, solltest du den Pflanzen entweder Algenkalk oder normales Kalk zuführen.

Auch zu starkes Düngen mit Stickstoffdünger kann zu Blütenendfäule führen.

Oft hört man, dass Tomaten viel Wasser brauchen. Das ist falsch. Ständiges Gießen führt dazu, dass Nährstoffe aus der Erde heraus gewaschen werden. Man sollte also regelmäßig, aber nicht zu viel gießen.

Entferne alle Früchte, die erkrankt sind und verstreue den Kalk rund um die Pflanze. Granulat kann man leicht in die Erde einarbeiten.

Algenkalk gegen Buchsbaumpilz und Pilze

Pilze vermehren sich gerne in einem säuerlichen Milieu. Wird es basisch, können sie sich nicht verbreiten und sterben ab.

Da Kalzium ein basisches Mineral ist, kann man es bei Buchsbaumpilz und Pilze einsetzen. Bekämpft wird es bei Pilzen wie

  • Mehltau,
  • Schorf,
  • und Buchsbaumpilz.

Lies hier, wie du Algenkalk beim Buchsbaum anwenden solltest.

Algenkalk gegen Schädlinge

Den Buchsbaumzünsler kennst du ja bereits. Aber es gibt auch ein paar andere Schädlinge, die es auf unser Obst und Gemüse abgesehen haben.

Dazu gehören auch Kartoffelkäfer oder Erdflöhe.

  • Kartoffelkäfer fressen alle möglichen Pflanzen kahl und können großen Schaden anrichten.
  • Erdflöhe dagegen fressen gerne verschiedenes Kohlgemüse wie Chinakohl, Kohlrabi, Brokkoli und andere Kohlarten.

Algenkalk stärkt die Pflanze und hilft ihr dabei, sich gegen die Schädlinge zu wehren.

Algenkalk Zerstäuber

Um Algenkalk Pulver richtig ausbringen, benötigst du einen Zerstäuber. Dabei handelt es sich um ein Drucksprühgerät, der das Pulver mit Druck aus dem Gerät schießt und es auf der Pflanze verteilt. Dabei legt sich das Pulver wie ein Nebel auf die Blätter der Pflanze ab.

  • Für kleine Pflanzen reicht ein Stäubegerät aus.
  • Für größere Pflanzen und Hecken sollte man ein Drucksprühgerät verwenden.

Ist Algenkalk giftig?

Algenkalk ist nicht giftig, da es sich eigentlich nur um Kalk (Calcium) aus Algen handelt. Man kann es mit der Hand anfassen. Es kann höchstens reizen, wenn man es in die Atemwege oder in die Augen bekommt.

Auch für Hunde und Katzen ist Algenkalk ungiftig. Es wird sogar absichtlich ins Futter gemischt und dient als Nahrungsergänzung, wenn es rein ist.

Kein Wunder, denn Kalk (Calcium) befindet sich auch in den Zähnen, genauer gesagt im Zahnschmelz und in den Knochen. Somit ist Algenkalk ein völlig ungiftiges Mineral.

Algenkalk Verwendung: Wo wird es eingesetzt?

  • Gerne wird Algenkalk beim Anpflanzen von Kartoffeln eingesetzt. Es hilft dabei, Schädlinge zu bekämpfen und verbessert die Keimung.
  • Eingesetzt wird es auch für Beete, wo verschiedene Gemüsesorten angebaut werden. Allerdings sollte man hier sparsam umgehen und nicht zu viel streuen.
  • Es wird gerne zur Bekämpfung von Buchsbaumpilz eingesetzt.
  • Man setzt es gerne dazu ein, um den Boden basischer zu machen.
  • Es wird zur Vorbeugung gegen Buchsbaumzünsler eingesetzt.

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